Personal Branding Agentur: Wann lohnt sich professionelle Unterstützung?
Eine starke Personal Brand entsteht nicht dadurch, dass jemand möglichst häufig auf LinkedIn postet. Entscheidend ist vielmehr, dass eine Person für bestimmte Themen, Erfahrungen und Perspektiven wahrgenommen wird und damit bei den richtigen Menschen im Gedächtnis bleibt.
Die Grundlage dafür ist meistens längst vorhanden. Geschäftsführer, Führungskräfte und Experten bringen Fachwissen, Erfahrungen und eigene Meinungen mit. Häufig fehlt jedoch die Klarheit darüber, welche Themen davon wirklich zur eigenen Positionierung passen und wie sie auf LinkedIn sichtbar gemacht werden können.
Genau dabei kann eine Personal Branding Agentur unterstützen. Bei BrandingPeople starten wir deshalb nicht direkt mit Content, sondern mit einem Strategie-Workshop. Gemeinsam entwickeln wir die Positionierung, definieren relevante Themen und Zielgruppen und schaffen damit die Grundlage für die weitere Kommunikation auf LinkedIn. Anschließend geht es in die Umsetzung, die wir beispielsweise in regelmäßigen Biweekly-Terminen begleiten und gemeinsam weiterentwickeln.
Wenn ihr zunächst tiefer in die Grundlagen einsteigen möchtet, erklären wir in unserem Beitrag „Was ist Personal Branding auf LinkedIn?“, wie eine Personenmarke entsteht und welche Rolle Positionierung, Expertise und Sichtbarkeit dabei spielen.
Was macht eine Personal Branding Agentur?
Eine Personal Branding Agentur unterstützt Menschen dabei, ihre Expertise und Persönlichkeit gezielt sichtbar zu machen. Wie diese Unterstützung aussieht, kann sehr unterschiedlich sein.
Bei uns beginnt die Zusammenarbeit in der Regel mit einem Strategie-Workshop. Dabei beschäftigen wir uns intensiv mit der Person, ihren Zielen und ihrer bisherigen Wahrnehmung. Welche Expertise bringt sie mit? Für welche Themen möchte sie stehen? Welche Zielgruppen sollen erreicht werden? Welche Erfahrungen und Perspektiven unterscheiden sie von anderen?
Daraus entwickeln wir eine Positionierung und Themenfelder, die als Grundlage für die weitere Kommunikation auf LinkedIn dienen. Erst danach beschäftigen wir uns konkret mit Content und Umsetzung.
Denn aus unserer Erfahrung ist es deutlich schwieriger, langfristig relevante Inhalte zu entwickeln, wenn vorher nicht klar ist, wofür eine Person eigentlich stehen möchte.
Am Anfang steht die Positionierung
Aussagen wie „Ich möchte über Leadership sprechen“ oder „Meine Themen sind Marketing und Digitalisierung“ sind ein Anfang, aber noch keine klare Positionierung.
Deshalb gehen wir in unseren Strategie-Workshops einen Schritt weiter und schauen uns an, was hinter diesen Themen steckt. Jemand, der seit Jahren Teams führt, hat wahrscheinlich konkrete Erfahrungen damit gemacht, was gute Führung ausmacht und was nicht funktioniert. Eine Marketingexpertin hat vielleicht eine klare Meinung zu Entwicklungen ihrer Branche, die sich aus vielen Jahren praktischer Arbeit entwickelt hat.
Genau diese individuellen Erfahrungen machen eine Personal Brand interessant. Eine gute Positionierung beschreibt deshalb nicht nur, über welche Themen jemand spricht, sondern macht auch deutlich, warum die Perspektive dieser Person relevant ist.
Gleichzeitig sollte eine Positionierung genügend Spielraum lassen. Menschen entwickeln sich weiter, übernehmen neue Aufgaben und beschäftigen sich mit neuen Themen. Eine Personal Brand darf sich deshalb ebenfalls verändern.
Worüber soll ich auf LinkedIn posten?
Diese Frage begegnet uns in der Zusammenarbeit regelmäßig. Dabei stellen wir häufig fest, dass es gar nicht an möglichen Themen fehlt.
Kundengespräche, Diskussionen im Team, Erfahrungen aus Projekten, Veranstaltungen oder aktuelle Entwicklungen in der eigenen Branche liefern meistens mehr als genug Stoff für relevante Beiträge. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, zu erkennen, welche dieser Erfahrungen für andere interessant sind und gleichzeitig zur eigenen Positionierung passen.
Genau hier helfen die regelmäßigen Termine nach dem Strategie-Workshop. In unseren Biweeklys können wir aktuelle Themen aufgreifen, Ideen weiterentwickeln und gemeinsam überlegen, welche Perspektive daraus für LinkedIn interessant sein könnte.
Mit der Zeit entsteht dadurch ein immer besseres Gefühl dafür, welche Themen zur eigenen Positionierung passen. Gleichzeitig muss nicht Monate im Voraus feststehen, was wann veröffentlicht wird. Gerade bei Personal Branding finden wir es wichtig, genügend Raum für aktuelle Gedanken, Erfahrungen und Entwicklungen zu lassen.
Die Personal Brand sollte zur Person passen
Professionelle Unterstützung darf nicht dazu führen, dass Menschen auf LinkedIn plötzlich alle gleich klingen.
Wenn mehrere Führungskräfte von derselben Agentur begleitet werden und ihre Beiträge am Ende dieselben Einstiege, Formulierungen und Strukturen verwenden, entsteht zwar professioneller Content, aber kaum eine individuelle Personal Brand.
Deshalb geht es uns bei BrandingPeople darum, die eigene Stimme einer Person herauszuarbeiten und weiterzuentwickeln. Manche Menschen kommunizieren sehr persönlich, andere stärker fachlich. Manche vertreten gerne eine klare Meinung, während andere lieber anhand konkreter Erfahrungen erklären, wie sie auf ein Thema schauen.
Keine dieser Varianten ist grundsätzlich besser. Entscheidend ist, dass die Kommunikation glaubwürdig zur jeweiligen Person passt.
Nach dem Strategie-Workshop bleibt die Positionierung deshalb nicht einfach in einer Präsentation liegen. In regelmäßigen Biweekly-Terminen schauen wir gemeinsam darauf, was gerade passiert, welche Themen entstanden sind, wie sich die bisherigen Aktivitäten entwickeln und wo neue Ansatzpunkte liegen.
So kann sich die Personal Brand gemeinsam mit der Person weiterentwickeln, ohne dass jede Woche ein starrer Content-Plan abgearbeitet werden muss.
Wer sich vor allem regelmäßiges strategisches Feedback zur eigenen LinkedIn-Präsenz wünscht, kann dafür auch unser LinkedIn Sparring nutzen.
Reichweite allein macht noch keine starke Personal Brand
Natürlich spielt Reichweite auf LinkedIn eine Rolle. Sie sollte allerdings nicht die einzige Kennzahl sein, anhand derer Personal Branding bewertet wird.
Ein Beitrag mit 5.000 Impressionen kann für die eigene Positionierung wertvoller sein als ein Beitrag mit 100.000 Impressionen, wenn er genau die Menschen erreicht, die für das eigene Thema relevant sind.
Deshalb schauen wir neben Reichweite, Engagement, Profilaufrufen und der Entwicklung des Netzwerks auch auf qualitative Ergebnisse. Entstehen relevante Gespräche? Sprechen Kund:innen Beiträge im persönlichen Austausch an? Kommen neue Kontakte oder Anfragen zustande? Wird eine Person zunehmend mit bestimmten Themen verbunden oder als Expert:in wahrgenommen?
Solche Entwicklungen lassen sich nicht immer so einfach in einem Dashboard darstellen, können für den langfristigen Wert einer Personal Brand aber entscheidend sein.
Woran erkennt ihr eine gute Personal Branding Agentur?
Bei der Auswahl einer Personal Branding Agentur lohnt es sich, genauer auf die Arbeitsweise zu schauen. Eine große eigene LinkedIn-Reichweite der Agentur kann interessant sein, sagt aber noch wenig darüber aus, wie individuell die Zusammenarbeit später tatsächlich ist.
Wir würden beispielsweise darauf achten, ob die Agentur zuerst eure Ziele, eure Expertise und eure Positionierung verstehen möchte oder direkt mit Content-Ideen und einem Redaktionsplan startet.
Ebenso wichtig ist aus unserer Sicht, was nach der Strategie passiert. Gibt es regelmäßige Termine, in denen Content, Ergebnisse und neue Themen gemeinsam besprochen werden? Wird die Positionierung mit der Zeit weiterentwickelt oder verschwindet die Strategie nach dem Workshop in irgendeiner Präsentation?
Besonders wichtig ist außerdem die Frage, ob eure eigene Stimme erhalten bleibt. Eine Agentur sollte dabei helfen, klarer und sicherer zu kommunizieren, aber nicht dafür sorgen, dass eure Beiträge irgendwann wie die Beiträge aller anderen Kunden klingen.
Bei Versprechen über eine bestimmte Anzahl an Followern oder garantierte Reichweiten wären wir deshalb vorsichtig. Reichweite kann ein Ergebnis erfolgreicher Kommunikation sein, ist aber noch keine Personal Brand.
Was kostet eine Personal Branding Agentur?
Die Kosten für Personal Branding hängen davon ab, welche Unterstützung tatsächlich benötigt wird. Ein einzelner Strategie-Workshop hat einen anderen Umfang als eine langfristige Zusammenarbeit, bei der die Umsetzung beispielsweise durch regelmäßige Biweekly-Termine, Content-Sparring und die gemeinsame Analyse der Aktivitäten begleitet wird.
Auch die Ausgangssituation spielt eine Rolle. Manche Personen benötigen zunächst vor allem Klarheit bei ihrer Positionierung und ihren Themen. Andere haben bereits eine klare Richtung und benötigen vor allem Unterstützung bei der kontinuierlichen Umsetzung.
Deshalb halten wir wenig davon, Personal Branding ausschließlich über standardisierte Pakete zu betrachten. Sinnvoller ist es, zuerst zu klären, welches Ziel erreicht werden soll und welche Unterstützung dafür tatsächlich notwendig ist.
Personal Branding und Corporate Influencer: Wo liegt der Unterschied?
Personal Branding und Corporate Influencer liegen thematisch nah beieinander, haben aber unterschiedliche Ausgangspunkte.
Beim Personal Branding steht zunächst eine einzelne Person mit ihrer Expertise, Positionierung und ihren individuellen Zielen im Mittelpunkt. Bei einem Corporate-Influencer-Programm werden mehrere Mitarbeitende innerhalb eines Unternehmens dabei unterstützt, auf LinkedIn sichtbar zu werden.
In der Praxis greifen beide Themen stark ineinander. Auch Corporate Influencer benötigen eine individuelle Positionierung und sollten nicht einfach dieselben Unternehmensbotschaften über ihre persönlichen Profile verbreiten.
Aus unserer Erfahrung werden Corporate-Influencer-Programme gerade dann interessant, wenn unterschiedliche Menschen mit ihren eigenen Themen, Erfahrungen und Perspektiven sichtbar werden. Deshalb spielt Personal Branding auch bei unserer Arbeit mit Corporate Influencern eine wichtige Rolle.
Wann ist eine Personal Branding Agentur nicht die richtige Lösung?
Personal Branding funktioniert nur, wenn die Person selbst bereit ist, sich mit ihrer Positionierung und ihrer Sichtbarkeit auseinanderzusetzen. Eine Agentur kann diesen Prozess begleiten und erleichtern, aber sie kann die Persönlichkeit und Expertise einer Person nicht ersetzen.
Wenn jemand eigentlich gar nicht öffentlich sichtbar sein möchte oder lediglich möglichst schnell viele Follower gewinnen will, ist eine langfristige Personal-Branding-Strategie wahrscheinlich nicht der richtige Ansatz.
Gleiches gilt, wenn die komplette Kommunikation dauerhaft ausgelagert werden soll, ohne dass die Person selbst daran beteiligt ist. Je weniger eigene Gedanken, Erfahrungen und Perspektiven einfließen, desto schwieriger wird es, eine glaubwürdige Personenmarke aufzubauen.
Fazit: Personal Branding muss nach euch klingen
Eine starke Personal Brand entsteht über einen längeren Zeitraum. Menschen werden mit bestimmten Themen verbunden, weil sie ihre Expertise und Perspektiven kontinuierlich sichtbar machen und dabei eine wiedererkennbare Stimme entwickeln.
Bei BrandingPeople starten wir deshalb mit einer klaren Strategie und Positionierung. In einem gemeinsamen Strategie-Workshop legen wir die Grundlage für die Personal Brand und gehen anschließend in die Umsetzung. In regelmäßigen Biweekly-Terminen entwickeln wir Themen weiter, besprechen Content, analysieren die bisherigen Aktivitäten und passen die Strategie dort an, wo es sinnvoll ist.
Dabei geht es uns nicht darum, Menschen eine bestimmte Art der Kommunikation vorzugeben. Am Ende sollte man nicht erkennen, welche Agentur hinter einem LinkedIn-Beitrag steckt, sondern welche Person.
Genau das verstehen wir unter gutem Personal Branding.






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